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Flüge und Hotels nach Istanbul

Istanbul ist die einzige Metropole auf zwei Kontinenten: osmanische Minarette, byzantinische Mosaiken und Bosporus-Fähren treffen auf Basare, Meyhane und kreative Viertel. Hier finden Sie Flüge, Viertel zum Übernachten, Kosten und Tipps für die Reiseplanung.

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Istanbul

Istanbul ist riesig — rund 16 Millionen Einwohner auf zwei Kontinenten —, doch der touristische Kern ist kompakt: Sultanahmet (Hagia Sophia, Blaue Moschee, Topkapı, Cisterna Basilica) lässt sich an einem vollen Tag zu Fuß erkunden. Das Goldene Horn trennt die Altstadt von Beyoğlu (Galata, İstiklal, Taksim), das Sie mit der Tram T1 oder zu Fuß über die Galatabrücke erreichen; das asiatische Ufer (Kadıköy, Üsküdar) liegt 20-25 Minuten mit der Fähre entfernt. Die Entfernungen täuschen: Der Verkehr gehört zu den schlimmsten Europas, bewegen Sie sich also besser mit Tram, Metro und Fähre statt mit dem Taxi. Planen Sie mindestens drei Tage ein: einen für Sultanahmet, einen für Basare und Bosporus, einen für Beyoğlu und die asiatische Seite. Freitags gegen Mittag schließen die Moscheen für längere Zeit für Besucher, wenn das Gemeinschaftsgebet stattfindet.

📜 Geschichte im Überblick

Byzanz entstand um das 7. Jahrhundert v. Chr. als griechische Kolonie aus Megara, auf einer strategischen Landzunge zwischen Marmarameer und Goldenem Horn. Im Jahr 330 n. Chr. gründete Konstantin die Stadt neu als Hauptstadt des Oströmischen Reiches: Konstantinopel. Fast tausend Jahre lang war sie die reichste Stadt Europas; Justinian ließ dort 537 die Hagia Sophia errichten, neun Jahrhunderte lang die größte Kathedrale der Welt. Von den Kreuzfahrern 1204 geplündert, erholte sie sich nie ganz: 1453 eroberte der einundzwanzigjährige Mehmet II. die Stadt nach sieben Wochen Belagerung und machte sie zur osmanischen Hauptstadt, die er mit Griechen, Armeniern und sephardischen Juden neu besiedelte. Im 16. Jahrhundert, unter Süleyman dem Prächtigen, entwarf der Architekt Sinan die Moscheen, die noch heute die Silhouette der Stadt prägen. Das Reich verfiel langsam zwischen dem 19. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg; 1923 gründete Atatürk die Republik und verlegte die Hauptstadt nach Ankara, seit 1930 lautet der offizielle Name Istanbul. Heute bleibt die Stadt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Türkei: die einzige große Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt.

📅 Beste Reisezeit

Die idealen Monate sind April-Mai und September-Oktober: 15-25°C, herrliches Licht und im April Millionen von Tulpen in den Parks. Der Sommer ist heiß und schwül (28-33°C, Spitzen über 35), und die Schlangen vor Hagia Sophia und Topkapı werden lang; dafür sind die Abende am Bosporus großartig. Der Winter ist kalt und regnerisch (3-10°C), mit gelegentlichen Schneefällen, die Sultanahmet verwandeln: Hotels sind 30-40% günstiger und die Museen halb leer. Achten Sie auf den Ramadan und die religiösen Feiertage (Şeker Bayramı und Kurban Bayramı, bewegliche Termine): Die Stadt bleibt problemlos besuchbar und die Abende sind lebhaft, aber die Verkehrsmittel füllen sich mit Inlandsreisenden und manche Restaurants schränken den Tagesbetrieb ein. Freitags bleiben die Moscheen wegen des Mittagsgebets längere Zeit geschlossen.

Warum besuchen Istanbul

Hagia Sophia Blaue Moschee Topkapı-Palast Cisterna Basilica (Versunkener Palast) Großer Basar Ägyptischer Basar (Gewürzbasar) Süleymaniye-Moschee Galataturm İstiklal Caddesi und Taksim Dolmabahçe-Palast Bootsfahrt auf dem Bosporus Balat und Fener Kariye-Moschee (Chora-Kirche) Kadıköy und Moda Ortaköy Prinzeninseln im Marmarameer

Hagia Sophia — justinianisches Meisterwerk von 537, Basilika, dann Moschee, Museum und wieder Moschee: Touristen besichtigen die obere Galerie mit den byzantinischen Mosaiken (rund 25 €), Gläubige betreten die Gebetsebene kostenlos. Blaue Moschee (Sultanahmet Camii) — aus dem 17. Jahrhundert, sechs Minarette und über 20.000 İznik-Fliesen; außerhalb der Gebetszeiten kostenlos. Topkapı-Palast — vier Jahrhunderte lang Residenz der Sultane: Höfe, Schatzkammer, Reliquien und Harem, Kombiticket rund 50 €; planen Sie einen halben Tag ein, dienstags geschlossen. Cisterna Basilica — unterirdischer Wald aus 336 Säulen mit den kopfüber stehenden Medusenhäuptern, rund 20-25 €. Großer Basar — seit 1461, rund 4.000 Läden entlang Dutzender überdachter Gassen; Eintritt frei, sonntags geschlossen. Süleymaniye-Moschee — Sinans Meisterwerk auf dem dritten Hügel, kostenlos und deutlich ruhiger als die Blaue Moschee, mit Terrasse über dem Goldenen Horn. Galataturm — genuesischer Wachtturm aus dem 14. Jahrhundert, 360°-Panorama (rund 25-30 €). Dolmabahçe-Palast — der «europäische» Palast der Osmanen am Bosporus, mit monumentalen Kristalllüstern; rund 30-40 €, montags geschlossen.

Empfohlene Routen

1 Tag: Hagia Sophia zur Öffnung, Blaue Moschee, Cisterna Basilica, Mittagessen beim Köfteci, dann der Topkapı-Palast beschränkt auf Höfe und Schatzkammer, Sonnenuntergang vom Galataturm, nachdem Sie die Brücke zu Fuß überquert haben. 2-3 Tage: erster Tag wie oben, aber Topkapı komplett mit Harem; zweiter Tag Süleymaniye, Großer Basar, Gewürzbasar und nachmittags eine Bosporus-Fähre, abends durch die Meyhane von Beyoğlu; dritter Tag morgens Balat und Fener, danach mit der Fähre nach Kadıköy und Moda. 5+ Tage: dazu kommen Dolmabahçe und Ortaköy, die Kariye-Moschee mit ihren byzantinischen Mosaiken, ein Tag auf den Prinzeninseln (Fähre ab Kabataş oder Kadıköy), ein historisches Hamam und Üsküdar mit dem Aufstieg auf den Çamlıca-Hügel für den weitesten Blick über die Stadt.

🍽️ Lokale Küche

Man beginnt mit dem Kahvaltı, dem türkischen Frühstück: Käse, Oliven, Honig mit Kaymak, Menemen (Rührei mit Tomaten) und endlos schwarzer Tee. Mittags Street Food: Sesam-Simit, Balık Ekmek (Sandwich mit gegrillter Makrele) an den Kais von Eminönü, Midye Dolma (mit Reis gefüllte Miesmuscheln), Döner und Dürüm für etwa 100-200 Lira (3-5 €). Im Lokanta wählt man an der Theke: Köfte, İskender Kebap, Mantı (Teigtaschen mit Joghurt), Pide und Lahmacun. Abends ist die Meyhane die Institution: kalte und warme Meze, Fisch und Anis-Rakı in den Gassen von Nevizade in Beyoğlu oder in Kadıköy. Süßes: Baklava von Karaköy Güllüoğlu, warmes Künefe, Lokum und türkischer Kaffee, eine von der UNESCO gelistete Tradition. Historische Adressen: Pandeli (seit 1901 über dem Gewürzbasar), Hacı Abdullah, Çiya Sofrası in Kadıköy. Zu meiden: die Restaurants mit Anwerbern in Sultanahmet und Fisch ohne ausgezeichneten Preis — lassen Sie die Portion vor der Bestellung wiegen und den Preis nennen.

Viertel zum Entdecken

Sultanahmet: die Altstadt mit den wichtigsten Monumenten; äußerst praktisch, aber sehr touristisch, abends leert sie sich. Sirkeci-Eminönü: Fähranleger und Gewürzbasar, ein guter Kompromiss zum Übernachten. Beyoğlu-Galata-Karaköy: die moderne Seele — İstiklal Caddesi, Galerien, Cafés und Nachtleben; Karaköy ist die kreativste Ecke. Cihangir: Bohème-Viertel und Wohngegend, ausgezeichnete Brunchs. Beşiktaş und Ortaköy: Uferpromenade, Fischmarkt und die fotogene Moschee unter der Bosporusbrücke. Nişantaşı: elegantes Einkaufen. Balat und Fener: bunte Häuser, Synagogen und griechische Kirchen am Goldenen Horn, perfekt am Morgen. Kadıköy-Moda: das asiatische Ufer der Märkte und kleinen Lokale, das authentischste Viertel. Prinzeninseln: Pinien, Jugendstilvillen und keine Autos.

🎭 Veranstaltungen und Festivals

April: Tulpenfestival, Millionen blühender Zwiebeln im Emirgan-Park und in den Beeten von Sultanahmet, dazu das Istanbul Film Festival in den Kinos von Beyoğlu. Juni: Istanbul Music Festival, klassische Musik in historischen Höfen und Kirchen. Juli: Bosphorus Cross-Continental, das Schwimmrennen von Asien nach Europa, während die Meerenge für den Schiffsverkehr gesperrt ist. September-November, in ungeraden Jahren: die Biennale für zeitgenössische Kunst, über die ganze Stadt verteilt. 29. Oktober: Tag der Republik, Feuerwerk über dem Bosporus. Anfang November: Istanbul-Marathon, der einzige der Welt auf zwei Kontinenten, mit Start auf der interkontinentalen Brücke, auch für Walker offen. Ramadan, bewegliche Termine: gemeinsame Iftar-Essen und Lichterschriften zwischen den Minaretten, einzigartige Stimmung in Sultanahmet; danach folgt das Şeker Bayramı, drei Tage Fest und verschenkte Süßigkeiten.

Anreise

Istanbul hat zwei Flughäfen. Istanbul Airport (IST), am europäischen Ufer rund 40 km vom Zentrum, ist das Drehkreuz von Turkish Airlines: Direktflüge ab Rom Fiumicino, Mailand Malpensa, Venedig, Bologna, Neapel und Catania, dazu ITA Airways ab Fiumicino und Wizz Air ab einzelnen Flughäfen. Ungefähre Flugzeiten: ab Rom 2h20-2h40, ab Mailand 2h50-3h, ab Neapel oder Catania 2h-2h30. Typische Hin- und Rückflüge 90-250 €, in der Nebensaison mit den Billigfliegern unter 100 €. Sabiha Gökçen (SAW), am asiatischen Ufer rund 45 km vom Zentrum, ist die Basis von Pegasus und AJet: Tarife ab denselben italienischen Flughäfen oft 30-60 € günstiger, aber mit längerem Transfer nach Sultanahmet. Wer in Kadıköy oder Moda übernachtet, für den ist SAW sogar der bequemere der beiden.

🚇 Fortbewegung in der Stadt

Alles dreht sich um die Istanbulkart, eine aufladbare Karte für Tram, Metro, Fähren und Busse: Eine Fahrt kostet etwa 0,60-0,90 €. Die Tram T1 durchquert Sultanahmet von Kabataş bis zum Großen Basar; die Metro M2 bedient Şişhane und Taksim; der Marmaray unterquert den Bosporus in vier Minuten; die Şehir-Hatları-Fähren (Eminönü-Kadıköy in 20-25 Minuten) sind das schönste Verkehrsmittel der Stadt, zusammen mit dem historischen Tünel von 1875 und der Standseilbahn F1 nach Taksim. Ab IST: Metro M11 bis Gayrettepe mit Umstieg in die M2 (insgesamt 50-60 Minuten) oder Havaist-Bus nach Taksim oder Sultanahmet (60-90 Minuten, etwa 4-6 €); Taxi etwa 35-50 €. Ab SAW: Metro M4 bis Kadıköy (rund eine Stunde), Havabus nach Taksim (etwa 5 €, 90 Minuten), Taxi etwa 40-60 €. Nutzen Sie im Taxi die App BiTaksi und bestehen Sie auf dem Taxameter: Der Verkehr an der Oberfläche ist zu Stoßzeiten mörderisch.

Budget und Preise

Hin- und Rückflug ab Italien 90-250 €, in der Nebensaison mit Pegasus oder Wizz Air unter 100 €, an den Feiertagen über 300 €. Hotels: Hostelbett 12-25 €; 3 Sterne in Sultanahmet oder Beyoğlu 50-100 € pro Nacht; 4 Sterne 90-180 €; Boutique-Hotels mit Bosporusblick ab 200 €. Essen: Street Food 3-6 €, Mittagessen im Lokanta 8-15 €, Abendessen in der Meyhane mit Meze und Rakı 20-35 € pro Person, gehobene Restaurants ab 60 €. Sehenswürdigkeiten: rund 100-140 € pro Person für drei volle Tage (Hagia Sophia ~25 €, Topkapı mit Harem ~50 €, Zisterne ~22 €, Galata ~28 €); die Moscheen sind kostenlos. Verkehr: Mit der Istanbulkart decken 10-15 € eine üppige Woche an Fahrten ab. Historisches Hamam: 40-90 € mit Peeling und Massage. Wochenend-Gesamtbudget für ein Paar (ohne Flüge): 300-500 € in der günstigen bis mittleren Klasse, 600-900 € mit Boutique-Hotel und Fisch-Dinnern.

📋 Praktische Infos

Währung: die türkische Lira (TRY); die Inflation ist hoch und Lira-Preise ändern sich oft, rechnen Sie besser in Euro. Karten werden fast überall akzeptiert, halten Sie aber Bargeld für Basare und Taxis bereit. Landessprache Türkisch, Englisch in den touristischen Zonen verbreitet. Einreise für italienische und EU-Bürger: Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ist kein Visum nötig; es genügt ein Reisepass oder ein für Auslandsreisen gültiger Personalausweis mit ausreichender Restgültigkeit — prüfen Sie dennoch vor der Abreise die aktuellen Bedingungen auf den offiziellen Reisehinweisen. Steckdosen Typ F, 220V: europäische Stecker passen ohne Adapter. Leitungswasser: greifen Sie besser zur Flasche. Moscheen: Schultern und Beine bedeckt, Kopftuch für Frauen, Schuhe in der Hand. Trinkgeld: 5-10% sind willkommen. SIM: Die Türkei liegt außerhalb des EU-Roamings, eine eSIM oder lokale SIM lohnt sich. Vorsicht vor den klassischen Taksim-Maschen: Schuhputzer und Fremde, die zu einem Drink einladen.

💡 Praktische Tipps

🛫 Beliebte Routen

Berlin › Istanbul München › Istanbul Frankfurt › Istanbul Hamburg › Istanbul

Häufig gestellte Fragen

Drei Tage sind das vernünftige Minimum: einer für Sultanahmet, einer für Basare und Bosporus, einer für Beyoğlu und die asiatische Seite. Mit vier bis fünf Tagen passen auch Balat, Dolmabahçe und ein Hamam ohne Hetze hinein; eine Woche fügt die Prinzeninseln hinzu und schenkt der Stadt einen menschlicheren Rhythmus.
IST liegt am europäischen Ufer, hat mehr Flüge aus Italien (Turkish Airlines, ITA Airways) und schnelle Verbindungen ins Zentrum über die Metro M11 oder die Havaist-Busse. SAW am asiatischen Ufer ist die Billigflug-Basis von Pegasus und AJet: oft günstigere Tickets, aber ein längerer Transfer nach Sultanahmet — praktisch dagegen, wenn Sie in Kadıköy wohnen.
Nein: Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 reisen italienische Staatsbürger ohne Visum ein, mit Reisepass oder einem für das Ausland gültigen Personalausweis, sofern dieser noch ausreichend lange gültig ist. Die Regeln können sich ändern: Prüfen Sie kurz vor der Abreise die offiziellen Reisehinweise zur Türkei.
Ja, mit der Vorsicht jeder großen Metropole: Taschendiebe in der Tram T1, im Großen Basar und auf der İstiklal, eingespielte Maschen in Taksim wie der Schuhputzer oder der Fremde, der in eine Bar einlädt. Die Touristenzonen sind gut überwacht; meiden Sie Menschenaufläufe und Demonstrationen. Nachts bleiben die zentralen Viertel lebendig und belebt.
Für ein Paar, ohne Flüge, 300-500 € mit 3-Sterne-Hotels, Lokanta und Street Food; 600-900 € mit Boutique-Hotel, jeden Abend Meyhane und historischem Hamam. Die Eintritte summieren sich: Hagia Sophia, Topkapı und Zisterne zusammen ergeben schon rund 100 € pro Person. Der Flug kann, rechtzeitig gebucht, unter 120 € fallen.
Schultern und Knie bedeckt für alle, Kopftuch für Frauen (oft am Eingang ausgeliehen), Schuhe ausziehen und in einer Tüte mitnehmen. Der Eintritt ist frei; man meidet die fünf Gebetszeiten und besonders den Freitagmittag. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, mit Rücksicht auf die betenden Gläubigen.
Ein komplettes Kahvaltı in einem Café in Cihangir oder Moda, Balık Ekmek an den Kais von Eminönü, Meze mit Rakı in einer Meyhane, warmes Künefe und Baklava aus Karaköy. Zum Abschluss ein türkischer Kaffee, gern mit Kaffeesatzlesen, und Tee aus den tulpenförmigen Gläsern.
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