Flüge und Hotels nach Marrakesch
Marrakesch ist Marokkos meistbesuchte Königsstadt: labyrinthische Souks, der Platz Jemaa el-Fna, versteckte Riads und der Atlas am Horizont, rund drei Flugstunden von Italien entfernt.
Marrakesch ist Marokkos meistbesuchte Königsstadt: labyrinthische Souks, der Platz Jemaa el-Fna, versteckte Riads und der Atlas am Horizont, rund drei Flugstunden von Italien entfernt.
Die Medina von Marrakesch ist ein Labyrinth von rund 600 Hektar, umschlossen von fast 19 km roter Stadtmauer: Man erkundet sie nur zu Fuß, und sich zu verlaufen gehört zum Programm. Jemaa el-Fna ist der Orientierungspunkt: Von dort steigen die Souks nach Norden an, während die Paläste (Bahia, El Badi) und die Kasbah im Süden liegen. Die Ville Nouvelle — Guéliz und Hivernage — ist 20-30 Minuten zu Fuß oder 20-30 Dirham mit dem Petit Taxi entfernt. An zwei vollen Tagen schaffen Sie Platz, Souks, einen Palast, die Ben-Youssef-Medresa und den Jardin Majorelle. Von Juni bis August klettert das Thermometer oft über 38-40°C: Besichtigungen früh am Morgen, Pause in den heißen Stunden, Rückkehr auf den Platz bei Sonnenuntergang.
Marrakesch wurde um 1070 von den Almoraviden gegründet, einer aus der Sahara stammenden Berberdynastie, als militärischer und kommerzieller Stützpunkt zwischen Wüste und Atlas; vom Namen der Stadt leitet sich der Name Marokkos ab. Die Almohaden eroberten sie 1147 und schenkten ihr ihr Wahrzeichen: die Koutoubia-Moschee, deren 77 Meter hohes Minarett als Vorbild für die Giralda von Sevilla diente. Nach Jahrhunderten wechselnder Geschicke machte die Saadier-Dynastie sie im 16. Jahrhundert erneut zur Hauptstadt: Sultan Ahmed al-Mansour errichtete mit dem Gold und Zucker des Saharahandels den El-Badi-Palast und hinterließ die Saadier-Gräber, die von seinen Nachfolgern zugemauert und erst 1917 wiederentdeckt wurden. Die bis heute regierenden Alawiden verlegten die Hauptstadt, doch Marrakesch blieb die Metropole des Südens. 1912 stellte das französische Protektorat der Altstadt die Ville Nouvelle von Guéliz zur Seite. Die Medina ist seit 1985 UNESCO-Welterbe, und Jemaa el-Fna wurde zum mündlichen und immateriellen Erbe der Menschheit erklärt: Die „rote Stadt“ lebt noch immer in diesem doppelten Register, königlich und volkstümlich.
Die idealen Monate sind März-Mai und Oktober-November: 22-28°C am Tag, kühle Abende, fast immer klarer Himmel. Der Sommer ist hart: Von Juni bis August werden regelmäßig 38-40°C erreicht, mit Spitzen über 45°C; besichtigt wird nur morgens und nach Sonnenuntergang, und ein Riad mit Pool wird unverzichtbar. Der Winter (Dezember-Februar) bietet 18-22°C am Tag, aber kalte Nächte bis 5-8°C: Viele historische Riads sind schlecht beheizt, prüfen Sie das vorher. Regen ist selten und konzentriert sich auf November bis März. Während des Ramadan (beweglicher Monat) wird die Stadt tagsüber ruhiger und lebt nach Sonnenuntergang auf: eine interessante Erfahrung mit anderem Rhythmus, einige Lokale bleiben geschlossen. Silvester und Ostern sind die Preisspitzen für Flüge und Riads.
Jemaa el-Fna — der Bühnenplatz der Medina: Saftstände und Wasserverkäufer am Tag, Garküchen und Gnaoua-Musiker ab Sonnenuntergang; kostenlos und immer lebendig. Koutoubia-Moschee — almohadisches Minarett von 77 Metern, das visuelle Leuchtfeuer der Stadt; das Innere ist Muslimen vorbehalten, Außenbereich und Gärten sind frei. Bahia-Palast — Meisterwerk des 19. Jahrhunderts mit Stuck, Zellij und Höfen; Eintritt etwa 70 Dirham, kommen Sie früh, um den Gruppen zuvorzukommen. El-Badi-Palast — monumentale Ruinen des Saadier-Palastes, Wasserbecken und Störche auf den Mauern; etwa 70 Dirham. Saadier-Gräber — Mausoleum des 16. Jahrhunderts mit dem Saal der Zwölf Säulen; etwa 70 Dirham, morgens Warteschlangen. Ben-Youssef-Medresa — die größte Koranschule des Maghreb mit spektakulärem Innenhof; etwa 50 Dirham. Jardin Majorelle — Kobaltblau, Kakteen und das Andenken an Yves Saint Laurent, in Guéliz; etwa 170 Dirham, Online-Ticket empfohlen. Le Jardin Secret — restaurierter islamischer Garten im Herzen der Souks, mit Aussichtsturm; etwa 100 Dirham.
1 Tag: morgens Ben-Youssef-Medresa und durch die Souks hinunter zum Platz, Mittagessen auf einer Panoramaterrasse, nachmittags Bahia-Palast und Saadier-Gräber, Sonnenuntergang und Abendessen an den Garküchen von Jemaa el-Fna. 2-3 Tage: Zum ersten Tag kommen El Badi, das Mellah und die Koutoubia hinzu, ein halber Tag in Guéliz mit Jardin Majorelle und Musée Yves Saint Laurent, dann ein traditioneller Hammam und Le Jardin Secret; abends in ein Riad-Restaurant. 5+ Tage: Marrakesch als Basis plus Ausflüge — Ourika-Tal oder Imlil im Hohen Atlas (1 Tag), Essaouira am Ozean (2,5-3 Stunden Fahrt), Agafay-Wüste bei Sonnenuntergang per Quad oder auf dem Dromedar, oder zwei Tage bis Aït Ben Haddou und Ouarzazate über den Pass Tizi n'Tichka.
Marokkanische Küche aus Gewürzen, Fleisch und Süß-Salzigem. Gerichte: Tajine (Lamm mit Pflaumen, Huhn mit Salzzitrone und Oliven), Couscous — traditionell am Freitag —, Tanjia Marrakchia, ein stundenlang in der Hammam-Asche gegarter Rindfleischtopf und das Wahrzeichen der Stadt, Harira (Hülsenfruchtsuppe), Pastilla mit Huhn oder Taube, Kefta-Spieße. Streetfood: An den Ständen von Jemaa el-Fna Spieße, Schnecken in Gewürzbrühe und Msemen-Fladen; ein Tanjia-Sandwich in den Gassen rund um das Mellah für 25-40 Dirham. Süßes: Gazellenhörner, Chebakia mit Sesam und Honig, aus der Höhe eingeschenkter Minztee (10-20 Dirham). Wo: Die Restaurants in den Riads der Medina servieren komplette Menüs für 150-300 Dirham; in Guéliz moderne Küche und Wein, während in der Medina kaum Alkohol ausgeschenkt wird. Meiden: die Terrassen mit Fotospeisekarten am Platz, teuer und mittelmäßig; besser die von Marokkanern gefüllten Stände.
Nördliche Medina (Souks): das Handelslabyrinth zwischen Jemaa el-Fna und der Ben-Youssef-Medresa, überall Riads, faszinierendes Chaos. Kasbah und Mellah (Süden): Saadier-Gräber, El Badi und das ehemalige jüdische Viertel mit Gewürzmarkt; ruhiger und ursprünglicher. Jemaa el-Fna und Umgebung: äußerst praktisch beim ersten Besuch, aber bis spät laut. Guéliz: die Neustadt aus französischer Zeit, Cafés, Galerien, Geschäfte mit Festpreisen und der Jardin Majorelle; moderne Hotels und westlicher Rhythmus. Hivernage: baumgesäumte Alleen, Kettenhotels mit Pool und Abendlokale, eine Viertelstunde zu Fuß vom Platz. Palmeraie (Norden, 20-30 Minuten mit dem Taxi): Luxusresorts zwischen Palmen, perfekt mit Kindern, aber abgelegen.
Januar: Internationaler Marathon von Marrakesch, Strecke zwischen Palmenhainen und roten Mauern. Ramadan (beweglicher Monat): verlangsamte Tage und abendliches Ftour, der Platz nach Sonnenuntergang brechend voll; den Abschluss bildet das Fest Eid al-Fitr. Juli: Festival National des Arts Populaires, das älteste Festival des Landes, mit berberischer Musik und Tänzen im El Badi und auf dem Platz. 30. Juli: Thronfest, offizielle Feiern in ganz Marokko. September-Oktober: Oasis Festival, internationale Elektromusik in Resorts außerhalb der Stadt. Ende November-Anfang Dezember: Internationales Filmfestival von Marrakesch, Weltstars und kostenlose Vorführungen auf Großleinwand auf Jemaa el-Fna. Die religiösen Feste (Eid al-Adha, Mawlid) folgen dem Mondkalender und verschieben Jahr für Jahr Schließzeiten und Handelsrhythmen.
Der Flughafen Marrakesch-Menara (RAK) liegt etwa 6 km vom Zentrum entfernt und gehört zu den verkehrsreichsten Marokkos. Aus Italien fliegen direkt vor allem Billigflieger: Ryanair ab Mailand Bergamo, Rom Fiumicino, Bologna und Pisa; easyJet ab Mailand Malpensa; saisonale Strecken wechseln von Jahr zu Jahr. Flugdauer etwa 2:50-3:30 Stunden je nach Abflugstadt. Tarife ab rund 30-60 € pro Strecke in der Nebensaison, 120-250 € an Feiertagsbrücken und zu Silvester. Royal Air Maroc verbindet Italien über Casablanca, nützlich für die Weiterreise in andere marokkanische Städte. Alternativ landen Sie in Casablanca (CMN) und fahren mit dem Zug mit Umstieg weiter, was aber 4-5 Stunden mehr kostet: sinnvoll nur bei einer kombinierten Route.
Die Medina lässt sich nur zu Fuß erkunden: Autos bleiben vor den Toren, innen verkehren Mopeds und Karren. Vom Flughafen: Bus ALSA Linie 19 nach Jemaa el-Fna und Guéliz, etwa 30 Dirham für Hin- und Rückfahrt, Abfahrten alle 20-30 Minuten; Petit Taxi 70-100 Dirham am Tag (Preis vereinbaren oder auf dem Taxameter bestehen); Riad-Transfer 150-200 Dirham, bei der ersten Ankunft praktisch, weil die Begleitung durch die letzten Gassen inbegriffen ist. Petit Taxi (beige, maximal drei Fahrgäste): Stadtfahrten 20-50 Dirham; das Taxameter „funktioniert“ oft nicht, einigen Sie sich vor dem Einsteigen. ALSA-Stadtbusse: etwa 4-5 Dirham, nützlich für Guéliz und die Menara. Kutsche (Calèche): Rundfahrt zu ausgehängten Tarifen, etwa 150-200 Dirham pro Stunde. Für Ausflüge: geteilte Grands Taxis, Busse von Supratours und CTM oder Wagen mit Fahrer.
Hin- und Rückflug ab Italien 60-120 € in der Nebensaison, 200-400 € zu Silvester und Ostern. Übernachten: Hostelbett 100-150 Dirham; einfaches Riad in der Medina 400-700 Dirham pro Doppelzimmer (etwa 40-65 €); Boutique-Riad 800-1.500 Dirham; Luxus und Palmeraie über 2.500 Dirham. Essen: Streetfood 25-50 Dirham, einfaches Mittagessen 60-100 Dirham, Abendessen im Riad-Restaurant 150-300 Dirham pro Person, Gourmetadressen 400-600 Dirham. Minztee 10-20 Dirham, frisch gepresster Orangensaft auf dem Platz etwa 10 Dirham. Eintritte: 50-170 Dirham pro Monument, für 2-3 Besichtigungstage etwa 400-500 Dirham. Verkehr: fast alles zu Fuß, 100-200 Dirham Taxi an einem Wochenende. Hammam: einfach 10-30 Dirham, touristische Version mit Massage 300-600 Dirham. Wochenende für zwei insgesamt (ohne Flüge): etwa 250-450 € in der Sparvariante, 500-900 € im Boutique-Riad.
Währung: der marokkanische Dirham (MAD), etwa 10-11 Dirham pro Euro; eine „geschlossene“ Währung, die vor Ort getauscht wird (Wechselstuben und Geldautomaten überall, in den Souks regiert weiterhin das Bargeld). Sprachen: Arabisch und Berberisch; Französisch wird fast überall verstanden, Englisch in den Touristenzonen. Dokumente: EU-Bürger benötigen einen gültigen Reisepass, kein Visum bis 90 Tage. Leitungswasser: Greifen Sie besser zu Flaschenwasser, etwa 5-10 Dirham. Steckdosen Typ C/E mit 220V: aus Deutschland kein Adapter nötig. Trinkgeld wird erwartet: 5-10 Dirham für kleine Dienste, etwa 10 % im Restaurant. SIM-Karten: Maroc Telecom, Orange und inwi verkaufen günstige Datenpakete, auch am Flughafen (etwa 50-100 Dirham); EU-Roaming gilt nicht in Marokko. Sicherheit: eine stark überwachte Touristenstadt, doch falsche Führer und Taschendiebe arbeiten in den Souks: höfliche Bestimmtheit und Rucksack nach vorn.
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