Flüge und Hotels nach London
London ist Europas Metropole schlechthin: freie Museen, Märkte, königliche Parks und Viertel, die eigene Welten sind. Hier erfahren Sie, wie Sie die Reise planen — vom richtigen Flughafen bis zum realistischen Budget.
London ist Europas Metropole schlechthin: freie Museen, Märkte, königliche Parks und Viertel, die eigene Welten sind. Hier erfahren Sie, wie Sie die Reise planen — vom richtigen Flughafen bis zum realistischen Budget.
London lässt sich nicht wie eine italienische Stadt zu Fuß erkunden: Allein das touristische Zentrum von Westminster bis zum Tower zieht sich fünf Kilometer an der Themse entlang, und die U-Bahn ist vom ersten Tag an unverzichtbar. Der große Budgetvorteil sind die kostenlosen Nationalmuseen: British Museum, National Gallery, Tate Modern, Natural History Museum. Kostenpflichtige Attraktionen sind dagegen teuer, £25-35 pro Haus: Wählen Sie besser zwei oder drei aus und buchen Sie online, dort sind die Preise niedriger. Zwei volle Tage decken das Wesentliche ab — Westminster, Buckingham Palace, British Museum, Tower und Tower Bridge, ein Markt —, aber mit drei oder vier Tagen atmet die Stadt. Rechnen Sie 20-30 Minuten Tube zwischen den Vierteln, und denken Sie daran, dass viele Pub-Küchen früh schließen.
London entstand als Londinium, um 47 n. Chr. von den Römern an einer Furt über die Themse gegründet. Nach der normannischen Eroberung von 1066 ließ Wilhelm der Eroberer den Tower of London errichten, um die Stadt zu kontrollieren. Im Mittelalter etablierte sich die City als Handelsmacht mit eigenen Privilegien und Institutionen, die sie teilweise bis heute bewahrt. Das Schicksalsjahr war 1666: Der Große Brand zerstörte vier Fünftel der mittelalterlichen Stadt, die unter der Leitung von Christopher Wren, dem Architekten der St Paul's Cathedral, in Stein und Ziegel wiederaufgebaut wurde. Im viktorianischen 19. Jahrhundert war London die bevölkerungsreichste Stadt der Welt und Zentrum eines Weltreichs: 1863 eröffnete hier die erste U-Bahn der Geschichte. Der Blitz von 1940-41 verwüstete ganze Viertel, darunter die Docklands und das East End, die nach dem Krieg wiederaufgebaut wurden. Die Einwanderung aus dem Commonwealth machte London zur multikulturellsten Stadt Europas: Heute werden hier rund 300 Sprachen gesprochen. Vom Swinging London der Sechziger bis zur Finanz-City von heute setzt die Stadt weltweit Trends.
Das Londoner Klima ist milder als sein Ruf: Es regnet oft, aber selten lange, und Extreme sind rar. Von Mai bis September reist es sich am besten: 15-23°C, sehr lange Tage, Parks voller Leben bis in den Abend. Juli und August sind die teuersten und vollsten Monate. April und Oktober bleiben ausgezeichnete Kompromisse: 10-15°C, niedrigere Preise, ein paar Schauer mehr. Der Winter (3-8°C) ist grau, aber selten eisig: Von Ende November bis Anfang Januar entschädigen die Lichter der Oxford Street und der Regent Street, die Märkte und die Eisbahnen für die früh einsetzende Dunkelheit. Vorsicht bei den britischen Schulferien (Half Term Ende Oktober und im Februar, dazu alle Feiertage): Die Hotels steigen um 30-40 %, und die Museen füllen sich mit Familien.
British Museum — kostenlos: Stein von Rosetta, Parthenon-Marmore, ägyptische Mumien; planen Sie mindestens drei Stunden ein und buchen Sie in Stoßzeiten online ein Zeitfenster. Tower of London — rund £35: Kronjuwelen, Raben und Beefeater; gehen Sie gleich nach dem Einlass zu den Juwelen, die Schlange wächst schnell. Westminster Abbey — rund £30: Krönungskirche seit 1066, Gräber von Newton und Darwin, Poets' Corner. Buckingham Palace — die Wachablösung ist kostenlos, findet aber nicht täglich statt (offiziellen Kalender prüfen); die State Rooms öffnen nur im Sommer, rund £35. Tower Bridge — rund £13 für die Stege mit Glasboden und die viktorianischen Maschinenräume. London Eye — ab £30 online: eine langsame halbe Stunde Rotation über der Themse, lange Schlangen ohne Buchung. St Paul's Cathedral — rund £26: Wrens Kuppel, 528 Stufen bis zur Golden Gallery. Tate Modern — kostenlos: moderne und zeitgenössische Kunst in einem ehemaligen Kraftwerk am Fluss. Sky Garden — kostenlos mit Online-Reservierung: ein Panoramagarten in 155 Metern Höhe, die clevere Alternative zu kostenpflichtigen Aussichtspunkten.
1 Tag: morgens Westminster — Abbey, Big Ben, St James's Park bis zum Buckingham Palace — dann Trafalgar Square und National Gallery (eine Stunde für die Höhepunkte); nachmittags British Museum, abends Soho oder Covent Garden. 2-3 Tage: Tag zwei morgens Tower of London, Tower Bridge, dann die South Bank entlang bis Tate Modern und Borough Market; Tag drei South Kensington (Natural History Museum oder V&A), Hyde Park, Notting Hill und abends Camden. 5+ Tage: Ergänzen Sie Greenwich per Boot, Shopping zwischen Regent Street und Liberty, ein Musical im West End, Shoreditch für die Street Art und einen Ausflug: Windsor (unter einer Stunde mit dem Zug), Oxford oder Cambridge (etwa eine Stunde) oder Stonehenge mit organisierter Tour.
Londons Gastroszene gehört zu den vielfältigsten der Welt: Der Ruf der tristen Küche ist seit Jahrzehnten überholt. Klassiker: Fish and Chips (£10-15 in den historischen Chippies), Sunday Roast mit Yorkshire Pudding im Pub (£18-25, nur sonntags), Full English Breakfast (£10-14), Meat Pie mit Püree. Afternoon Tea: In Grandhotels wie dem Ritz oder Claridge's kostet er £60-90 pro Person und muss lange im Voraus reserviert werden; unabhängige Teestuben bieten ehrliche Versionen für £25-35. Küchen der Welt: Curry in der Brick Lane, Dim Sum in Chinatown, die nächtlichen Bagels von Beigel Bake in Shoreditch. Märkte: Borough Market an der London Bridge ist der Tempel der Feinschmecker; Camden und Maltby Street für Street Food (£8-12 pro Portion). Pubs: Das Pint kostet im Zentrum £6-8, viele Küchen schließen früh. Abendessen im mittleren Restaurant £30-50 pro Kopf; die Pre-Theatre-Menüs in Soho (£20-28) bleiben das beste Geschäft.
Westminster und St James's: das institutionelle Herz — Parlament, Abbey, Buckingham Palace. Soho und Covent Garden: Theater, Restaurants, Nachtleben; die beste Basis für alle, die gern zu Fuß gehen. South Bank: die Uferpromenade zwischen London Eye, Tate Modern und Borough Market. Die City: Wolkenkratzer und St Paul's, wochentags lebendig, am Wochenende still — günstige Hotelpreise am Samstag. Kensington und South Kensington: freie Museen, Hyde Park, vornehme Wohngegend. Notting Hill: Pastellhäuser und samstags der Markt der Portobello Road. Camden: alternative Märkte und Livemusik. Shoreditch und East End: Street Art, Brunch-Lokale und Bars. Greenwich: der Nullmeridian, die Cutty Sark und Kleinstadtluft, zwanzig Minuten vom Zentrum.
Neujahr: Feuerwerk über der Themse (kostenpflichtig, Tickets ab Herbst) und Parade am ersten Januar. Januar-Februar: chinesisches Neujahr in Chinatown, das größte Fest außerhalb Asiens. April: London Marathon, von Greenwich bis The Mall. Mai: Chelsea Flower Show, die berühmteste Gartenschau der Welt. Juni: Trooping the Colour, die Parade zum offiziellen Geburtstag des Monarchen. Ende Juni-Anfang Juli: Wimbledon mit seiner legendären Schlange für Tagestickets. Juli: Pride in London, Umzug zwischen Oxford Street und Trafalgar Square. August (Bank Holiday): Notting Hill Carnival, Europas größter karibischer Karneval mit zwei Millionen Menschen. 5. November: Bonfire Night, Freudenfeuer und Feuerwerk zur Erinnerung an die Pulververschwörung. Ab Mitte November: Weihnachtsbeleuchtung und Winter Wonderland im Hyde Park.
London wird unter dem Metropolcode LON geführt, der mehrere Flughäfen bündelt. Heathrow (LHR), 25 km westlich, ist das Drehkreuz der Linienflüge: British Airways und ITA Airways ab Rom Fiumicino und Mailand Linate. Gatwick (LGW), 45 km südlich, mischt easyJet, Vueling und British Airways. Stansted (STN), 60 km nordöstlich, ist die große Ryanair-Basis mit den günstigsten Flügen von fast allen italienischen Flughäfen. Luton (LTN), 55 km nordwestlich, beherbergt easyJet, Ryanair und Wizz Air. Dazu kommt das kleine London City (LCY), nah an der City, aber teurer. Richtwerte für die Flugdauer: 2h-2h15 ab Mailand, 2h30 ab Rom, 2h45-3h ab Neapel, Bari oder Catania. Preise: Low Cost ab €25-60 pro Strecke bei früher Buchung, Linienflüge €80-200; um Weihnachten und im August geht es leicht über €250.
In der Stadt zahlen Sie am besten kontaktlos (oder mit der Oyster Card): gleicher Tarif, mit einer Tagesobergrenze von rund £9 in den Zonen 1-2, die Touristenpässe überflüssig macht. Die Tube erreicht alles; die roten Busse kosten etwa £1,75 pro Fahrt mit einem Tagesdeckel unter £6. Ab Heathrow: Elizabeth Line in 30-40 Minuten (£12-14), Piccadilly Line in 50-60 Minuten (rund £6), Heathrow Express in einer Viertelstunde nach Paddington (£25). Ab Gatwick: Thameslink und Southern nach London Bridge oder Victoria in 30-40 Minuten (£12-14), Gatwick Express nach Victoria (rund £20). Ab Stansted: Stansted Express nach Liverpool Street in 50 Minuten (£20-23 online) oder Busse von National Express und Terravision in 60-90 Minuten (£8-12). Ab Luton: DART-Shuttle plus Thameslink-Zug in 40-50 Minuten (£15-18). Taxis ab den Flughäfen lohnen kaum: £60-100 allein ab Heathrow.
London ist teuer, aber die freien Museen gleichen vieles aus. Hin- und Rückflug ab Italien: €50-120 mit Low-Cost-Airlines bei früher Buchung, €150-300 über die Feiertage. Hotels: Hostels £25-45 pro Bett; Budget-Ketten (Premier Inn, Travelodge) £70-120 pro Zimmer außerhalb des Zentrums; drei Sterne in Zone 1 £120-200; vier Sterne £200-350; die großen historischen Häuser beginnen über £500. Airbnb in Zone 2: £80-150 pro Nacht. Essen: Meal Deal aus dem Supermarkt £4-6, Street Food auf den Märkten £8-12, Pub £15-25, mittleres Abendessen £30-50 pro Kopf. Verkehr: mit dem kontaktlosen Deckel etwa £9 pro Tag in den Zonen 1-2, £45-55 pro Woche. Attraktionen: Zwei oder drei kostenpflichtige genügen (£70-100 pro Person); der Rest ist gratis. Wochenende zu zweit (ohne Flüge): £450-650 sparsam, £800-1.200 im Mittelfeld.
Währung: Pfund Sterling (£): Fast alles wird kontaktlos bezahlt, manche Lokale nehmen kein Bargeld mehr. Einreise ins Vereinigte Königreich: Italienische Staatsbürger benötigen einen Reisepass (der italienische Personalausweis wird nicht akzeptiert) und die elektronische Genehmigung ETA, online oder per App vor der Abreise zu beantragen — Richtpreis rund £16, gültig etwa zwei Jahre; prüfen Sie die aktuellen Regeln stets auf gov.uk. Steckdosen Typ G mit drei flachen Stiften: Adapter unbedingt einpacken. Leitungswasser trinkbar. Trinkgeld: Die Service Charge von 12,5 % steht oft schon auf der Rechnung; sonst 10 % freiwillig, nie am Pub-Tresen. Roaming: nach dem Brexit nicht mehr garantiert — prüfen Sie Ihren Tarif oder erwägen Sie eine eSIM. Die Sicherheit in den Touristenzonen ist gut; Vorsicht vor Taschendieben und Handy-Raub durch vorbeifahrende Scooter.
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