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Flüge und Hotels nach Paris

Die Stadt des Lichts verzaubert ohne Unterlass. Vom Eiffelturm bis Montmartre, von Bistros bis zu Museen ist Paris die Essenz europäischer Kultur und Romantik.

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Paris

Paris ist nicht nur der Eiffelturm. Es sind die Literatencafés von Saint-Germain-des-Prés, die Spaziergänge an der Seine bei Sonnenuntergang, die Flohmärkte von Saint-Ouen, die versteckten Gärten des Marais und jenes besondere Licht, das die Impressionisten inspirierte. Jedes Arrondissement ist ein Dorf mit eigener Seele: Die 20 Bezirke winden sich spiralförmig vom Louvre zur Ringautobahn, und die Stadt innerhalb der Stadtgrenzen misst kaum 10 km von West nach Ost. Die Metro bringt Sie in 20-30 Minuten überallhin, doch die zentralen Viertel sollte man zu Fuß erkunden. Für das Nötigste — Louvre, Eiffelturm, Île de la Cité, Montmartre, Marais — brauchen Sie 3 volle Tage; mit 5-7 Tagen kommen Versailles, das Musée d'Orsay und die weniger besuchten Viertel hinzu.

📜 Geschichte im Überblick

Paris entstand als Lutetia, eine Siedlung des keltischen Stammes der Parisii auf der Île de la Cité, die 52 v. Chr. von den Römern erobert wurde. Chlodwig, König der Franken, machte sie 508 zu seiner Hauptstadt. Im Mittelalter wurde die Stadt zum geistigen Leuchtturm Europas: Der Bau von Notre-Dame begann 1163, die Sorbonne wurde 1257 gegründet, während Philipp August die Festung des Louvre errichtete. Am 14. Juli 1789 entzündete der Sturm auf die Bastille die Französische Revolution; 1804 krönte sich Napoleon in Notre-Dame zum Kaiser. Zwischen 1853 und 1870 riss Baron Haussmann die mittelalterliche Stadt auf und schuf die Boulevards, die hellen Steinbauten und die Parks, die wir heute sehen. Der Eiffelturm, für die Weltausstellung von 1889 gebaut, sollte nach zwanzig Jahren wieder abgebaut werden. In der Belle Époque und zwischen den Kriegen waren Montmartre und Montparnasse die Kunsthauptstadt der Welt, von Picasso bis Modigliani. 1940 besetzt, wurde Paris im August 1944 nahezu unversehrt befreit. Der Brand von 2019 verwüstete Notre-Dame, die nach fünf Jahren vorbildlicher Restaurierung wieder für Gottesdienste geöffnet wurde.

📅 Beste Reisezeit

Frühling (April-Juni) und Herbst (September-November) sind magisch: 12-22°C, lange Tage, blühende Gärten oder rostfarbene Alleen, ideales Licht zum Fotografieren. Der Sommer ist lebendig, aber überfüllt: Juli und August bringen 25-30°C mit Spitzen über 35, die längsten Schlangen am Louvre und am Eiffelturm, aber auch Paris Plages an der Seine und das entspanntere Paris des August, wenn viele Pariser verreisen und manche Bistros schließen. Der Winter (Dezember-Februar) ist grau und feucht, 3-8°C, doch die Museen lassen sich ohne Gedränge genießen, die Weihnachtsbeleuchtung der Champs-Élysées lohnt die Reise, und die Hotels werden 20-30 % günstiger. Vorsicht bei den Modewochen und großen Messen (Januar, März, Juni, Anfang Oktober): Die Zimmerpreise verdoppeln sich. Im Mai füllen die vielen französischen Brückentage die Museen.

Warum besuchen Paris

Eiffelturm Louvre Notre-Dame Sainte-Chapelle Champs-Élysées Arc de Triomphe Montmartre und Sacré-Cœur Musée d'Orsay Marais Quartier Latin Jardin du Luxembourg Opéra Garnier Trocadéro Île de la Cité Canal Saint-Martin Père-Lachaise Seine-Bootsfahrt Schloss Versailles

Eiffelturm — Aufzug bis zur Spitze rund 36 €, Treppe + Aufzug günstiger; Online-Buchung unverzichtbar, sonst stundenlange Schlangen; der schönste Blick bietet sich vom Trocadéro bei Sonnenaufgang. Louvre — Ticket rund 22 €, nur online mit Zeitfenster; dienstags geschlossen; das meistbesuchte Museum der Welt verlangt mindestens einen halben Tag, ruhigere Eingänge am Carrousel und an der Porte des Lions. Notre-Dame — Eintritt frei, nach der Restaurierung wiedereröffnet; kostenlose Reservierung per App empfohlen, um die Schlange zu umgehen. Sainte-Chapelle — rund 13 €, die spektakulärsten gotischen Glasfenster Europas; gehen Sie bei Sonnenschein. Musée d'Orsay — rund 16 €, montags geschlossen: die Impressionisten in einem ehemaligen Bahnhof. Arc de Triomphe — Terrasse rund 16 €, Panorama über die Achse der Champs-Élysées. Sacré-Cœur — Basilika kostenlos auf dem Hügel von Montmartre, Kuppelaufstieg gegen Gebühr (rund 8 €). Versailles — Passeport für Schloss + Gärten rund 32 €, RER C in 40 Minuten; montags geschlossen, planen Sie einen ganzen Tag ein.

Empfohlene Routen

1 Tag: morgens die Île de la Cité mit Notre-Dame und Sainte-Chapelle, Spaziergang am Seine-Ufer bis zum Louvre (nur außen und Tuilerien), Mittagessen im Marais, nachmittags Champs-Élysées und Arc de Triomphe, Sonnenuntergang am Eiffelturm vom Trocadéro aus, abends Bootsfahrt auf der Seine. 2-3 Tage: dazu der Louvre von innen (halber Tag, reserviert), das Musée d'Orsay, Montmartre früh am Morgen mit Sacré-Cœur und Place du Tertre, das Quartier Latin mit dem Panthéon, ein Aperitif am Canal Saint-Martin. Ab 5 Tagen: ein ganzer Tag in Versailles (RER C), Père-Lachaise mit den Gräbern von Jim Morrison und Oscar Wilde, die Opéra Garnier, die überdachten Passagen des 2. Arrondissements, sonntags der Flohmarkt von Saint-Ouen; alternativ ein Ausflug nach Giverny (Monets Gärten, April bis Oktober) oder ins Disneyland Paris mit dem RER A.

🍽️ Lokale Küche

Croissant und Pain au Chocolat am Morgen aus einer handwerklichen Bäckerei (achten Sie auf das Schild «artisan boulanger»), mittags ein Bistro mit Steak-frites oder Confit de Canard, abends Käse und Wein. Die Klassiker: gratinierte Zwiebelsuppe, Schnecken nach Burgunder Art, Bœuf bourguignon, Croque-Monsieur an der Theke, bretonische Austern in den Brasserien, Crêpes und bretonische Galettes rund um Montparnasse. Verpassen Sie nicht die Falafel der Rue des Rosiers im Marais (L'As du Fallafel ist die berühmteste Adresse), die Macarons von Pierre Hermé oder Ladurée und ein Abendessen in der Markthalle Enfants Rouges, der ältesten von Paris. Die Formule midi (Vorspeise + Hauptgang oder Hauptgang + Dessert) kostet 18-25 € und ist der klügste Weg, gute Bistros auszuprobieren; abends werden es 40-60 € mit Wein. Meiden Sie die austauschbaren Brasserien mit laminierten Karten rund um den Eiffelturm und Saint-Michel. Baguette tradition, Camembert und ein Loire-Rotwein im Park: das günstigste und schönste Pariser Mittagessen.

Viertel zum Entdecken

Le Marais (3.-4.) für Boutiquen, Galerien und Nachtleben, das jüdische und LGBT-Herz der Stadt. Saint-Germain-des-Prés (6.) für Literatencafés wie das Flore und die Deux Magots und den Jardin du Luxembourg. Montmartre (18.) für Bohème-Atmosphäre, Treppen und den versteckten Weinberg hinter Sacré-Cœur. Canal Saint-Martin (10.) für das hippe Paris: eiserne Stege, Designerläden, Aperitifs an den Uferpromenaden. Belleville (19.-20.) für multikulturelles Flair, Street Food und Street Art. Das Quartier Latin (5.) für Buchhandlungen, das Panthéon und Studentenleben. Das elegante, ruhige 7. Arrondissement hat den Eiffelturm vor der Haustür; Opéra (9.) beherbergt die Kaufhäuser Galeries Lafayette und Printemps.

🎭 Veranstaltungen und Festivals

21. Juni: Fête de la Musique, kostenlose Konzerte in jeder Straße und auf jedem Platz bis tief in die Nacht. 14. Juli: Nationalfeiertag, Militärparade auf den Champs-Élysées und Feuerwerk am Eiffelturm. Juli-August: Paris Plages, Stadtstrände an den Seine-Ufern und am Bassin de la Villette. Mai-Juni: Roland Garros, das Grand-Slam-Turnier auf der Asche der Porte d'Auteuil. Juli: Zielankunft der Tour de France auf den Champs-Élysées. Anfang Juni: Nuit Blanche, die Nacht der zeitgenössischen Kunst mit kostenlosen Installationen. Oktober: Fête des Vendanges in Montmartre, die Lese des Stadtweinbergs mit Umzügen und Verkostungen. Dritter Donnerstag im November: Beaujolais nouveau in den Bistros. Dezember: Weihnachtsmärkte in den Tuilerien und in La Défense, animierte Schaufenster der Kaufhäuser am Boulevard Haussmann. Modewochen im Januar, März, Juni und Oktober: Hotelpreise auf Rekordniveau.

Anreise

Charles de Gaulle (CDG) ist das wichtigste Drehkreuz: Air France und ITA Airways fliegen von Rom-Fiumicino, Mailand-Linate, Venedig, Bologna und Neapel dorthin, easyJet bedient mehrere Flughäfen. Orly (ORY) übernimmt die Europaflüge: ITA, easyJet, Vueling und Transavia ab Mailand, Rom, Neapel, Palermo und Catania. Beauvais (BVA), 85 km nördlich, ist der Platz der Billigflieger Ryanair und Wizz Air ab Bergamo, Pisa, Bari und Alghero: Tickets oft für 20-40 €, doch rechnen Sie Shuttle und Fahrzeit hinzu. Ungefähre Flugzeiten: Mailand 1h30, Turin 1h25, Venedig 1h35, Rom 2h10, Neapel 2h20, Palermo 2h40. Hin- und Rückflug ab Italien 40-150 € in der Nebensaison, 150-300 € zu Weihnachten, Ostern und an langen Wochenenden.

🚇 Fortbewegung in der Stadt

Die Metro ist das beste Verkehrsmittel: 14 dichte Linien, häufige Züge vom Morgengrauen bis etwa 1 Uhr nachts (2 Uhr am Wochenende). Einzelfahrt rund 2,50 €, aufzuladen auf die wiederaufladbare Karte Navigo Easy oder in der App; das Carnet mit 10 Fahrten senkt den Preis, und der Wochenpass Navigo (rund 32 €, Montag bis Sonntag) lohnt sich ab dem dritten Tag und gilt auch für Versailles und die Flughäfen. Ab CDG: RER B bis Châtelet in 35 Minuten, rund 13 €; Roissybus zur Opéra, rund 17 €. Ab Orly: Metrolinie 14 in 25 Minuten, rund 14 €; Orlybus nach Denfert-Rochereau. Ab Beauvais: offizieller Shuttle zur Porte Maillot, 17-20 €, 1h45-2h. Taxis zum Festpreis: CDG-Zentrum 56-65 €, Orly-Zentrum 36-44 € je nach Seine-Ufer. Vélib'-Leihräder und der Batobus auf der Seine runden das Angebot ab.

Budget und Preise

Hin- und Rückflug ab Italien 40-150 € in der Nebensaison, bis zu 250-300 € in Spitzenzeiten. Hotels: Hostels und günstige Doppelzimmer 35-80 € pro Nacht; 3 Sterne in zentralen Vierteln 120-200 € in der Neben-, 200-320 € in der Hochsaison; 4 Sterne 250-450 €; die Palasthotels liegen über 800 €. Wer außerhalb des Zentrums an einer Metrolinie übernachtet, spart 30-40 %. Kurtaxe: von rund 1 € bis über 10 € pro Nacht je nach Kategorie. Essen: Frühstück in der Bäckerei 4-7 €, Formule midi 18-25 €, Abendessen im Bistro 40-60 € mit Wein, Crêpe oder Falafel auf die Hand 6-9 €. Sehenswürdigkeiten: Paris Museum Pass rund 62 € für 2 Tage, rund 77 € für 4; er rechnet sich ab drei Museen pro Tag. Verkehr: 15-32 € pro Woche. Gesamtbudget für ein Wochenende zu zweit (ohne Flüge): 450-700 € in der Neben-, 700-1.200 € in der Hochsaison.

📋 Praktische Infos

Währung: Euro. Sprache: Französisch; Englisch ist in den Touristenzonen verbreitet, doch ein «Bonjour» beim Betreten von Geschäften und Cafés gilt als selbstverständlich und verändert den Empfang. Steckdosen Typ E, 230 V: deutsche Schuko- und Eurostecker passen ohne Adapter. Leitungswasser trinkbar und gut; die historischen grünen Wallace-Brunnen bieten es kostenlos auf der Straße an. Sicherheit: Die zentralen Viertel sind sicher, doch Taschendiebe sind häufig auf der Metrolinie 1, im RER B und am Fuß von Sacré-Cœur; Vorsicht vor Hütchenspielern und falschen Petitionen. Trinkgeld nicht obligatorisch: Der Service ist inbegriffen («service compris»); runden Sie auf oder lassen Sie 5-10 %, wenn Sie zufrieden waren. SIM und Roaming: EU-Tarife gelten in Frankreich ohne Aufpreis (EU-Roaming). Dokumente: Für EU-Bürger genügt ein gültiger Personalausweis, kein Visum nötig.

💡 Praktische Tipps

🛫 Beliebte Routen

Berlin › Paris München › Paris Frankfurt › Paris Hamburg › Paris

Häufig gestellte Fragen

Das sinnvolle Minimum sind 3 volle Tage: Île de la Cité, Louvre, Eiffelturm, Montmartre und das Marais ohne allzu große Eile. Mit 5 Tagen kommen das Musée d'Orsay, das Quartier Latin und ein Tag in Versailles hinzu. Eine Woche erlaubt Flohmärkte, Père-Lachaise, die überdachten Passagen und einen Ausflug nach Giverny.
Von April bis Juni und von September bis Oktober: mildes Klima, lange Tage, die Stadt von ihrer besten Seite. Der August ist heiß, aber ungewöhnlich entspannt, weil viele Pariser im Urlaub sind. Der Winter bietet halbleere Museen und niedrigere Preise; meiden Sie die Modewochen, wenn sich die Hotelpreise verdoppeln.
Ohne Flüge rechnen Sie mit 450-700 € in der Neben- und 700-1.200 € in der Hochsaison: 3-Sterne-Hotel für 120-250 € pro Nacht, Mahlzeiten 70-120 € pro Tag für zwei zwischen Bistros und Bäckereien, Museums- und Monumenttickets 50-80 € pro Person, Verkehr 10-20 € mit einer Navigo-Easy-Karte.
Marais und Saint-Germain sind die schönsten, aber auch die teuersten Viertel. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis finden Sie im Quartier Latin, in Montmartre (meiden Sie die unmittelbare Umgebung von Pigalle, wenn Sie Ruhe suchen) und rund um Bastille oder République. Entscheidend ist die Nähe zu einer Metrostation: Von dort ist alles in einer halben Stunde erreichbar.
Der RER B erreicht den Gare du Nord und Châtelet in 30-35 Minuten für rund 13 €, mit dichter Taktung. Der Roissybus fährt in 60-75 Minuten zur Opéra, rund 17 €. Taxis haben Festpreise: 56 € für das rechte, 65 € für das linke Seine-Ufer; meiden Sie inoffizielle Anwerber im Terminal.
Ja. In den von Besuchern frequentierten Vierteln ist das Hauptrisiko der Taschendiebstahl: höchste Aufmerksamkeit auf der Metrolinie 1, im RER B vom und zum Flughafen und auf den Stufen von Sacré-Cœur. Ignorieren Sie Petitionen, «geschenkte» Armbänder und Straßenspiele. Nachts bleiben die zentralen Boulevards belebt und gut beleuchtet.
Die Formule midi der Bistros (Hauptgang mit Vorspeise oder Dessert für 18-25 €) ist das beste Angebot. Alternativ: herzhafte Crêpes, Falafel im Marais für 7-9 €, ein Croque-Monsieur an der Theke oder Baguette, Käse und Obst vom Markt für ein Picknick in den Tuilerien oder auf dem Champ de Mars. Das Niveau der Bäckereien ist durchweg hervorragend.
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