Flüge und Hotels nach Cancún
Cancún ist das Tor zur mexikanischen Karibik: 22 Kilometer weißer Sand entlang der Zona Hotelera, türkisfarbenes Meer, Maya-Ruinen und Cenoten eine Autostunde entfernt. So planen Sie die Reise am besten.
Cancún ist das Tor zur mexikanischen Karibik: 22 Kilometer weißer Sand entlang der Zona Hotelera, türkisfarbenes Meer, Maya-Ruinen und Cenoten eine Autostunde entfernt. So planen Sie die Reise am besten.
Cancún ist zwei Städte in einer: die Zona Hotelera, eine 7-förmige, rund 22 km lange Insel mit Resorts, Stränden und Nachtleben entlang des Boulevard Kukulcán, und El Centro auf dem Festland, wo die Einheimischen leben und man für ein Drittel des Preises gut isst. Entfernungen zählen: Vom Zentrum nach Playa Delfines brauchen Sie 40-50 Minuten mit dem Bus R1. Das Meer ist der Grund der Reise, doch der wahre Reichtum liegt im Umland: Isla Mujeres, die Cenoten von Puerto Morelos, Tulum, Chichén Itzá. Planen Sie mindestens 5 Tage ein: 2-3 für den Strand und 2-3 für Ausflüge. Die Sonne brennt das ganze Jahr: Hut, riff-freundliche Sonnencreme und eine Wasserflasche gehören immer in die Tasche.
Bis 1970 war Cancún eine fast unbewohnte Sandzunge zwischen Dünen und Mangroven, mit einem Fischerdorf bei Puerto Juárez. Die mexikanische Regierung wählte den Ort über die Banco de México und später FONATUR am Reißbrett als nationales Tourismusprojekt aus: Stadt und Hotelzone wurden von Grund auf geplant, die ersten Hotels eröffneten in den Siebzigerjahren. Heute zählt die Gemeinde über 900.000 Einwohner und der Flughafen ist der zweitgrößte des Landes: Die Wette ist aufgegangen — mit den entsprechenden ökologischen Kosten. Die tiefere Geschichte aber ist die der Maya: Diese Küste gehörte zur Provinz Ekab, und die Stätten El Rey, mitten in der Zona Hotelera, und El Meco, Richtung Punta Sam, waren Stationen des Seehandels mit Isla Mujeres und Cozumel. Im Landesinneren blühten Chichén Itzá, mächtig zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert, und Cobá; an der Küste, im Süden, die befestigte Stadt Tulum. Die Hurrikane Gilbert (1988) und Wilma (2005) verwüsteten Cancún, das beide Male in Rekordzeit wieder aufgebaut wurde.
Die Trockenzeit dauert von Dezember bis April: 24-30 °C, erträgliche Luftfeuchtigkeit, ruhiges Meer — aber auch Höchstpreise, vor allem zwischen Weihnachten und Ostern und während des Spring Break im März, wenn die amerikanischen Studenten einfallen. Mai-Juni und Oktober-November sind die klugen Monate: schwülwarm, doch die Preise sinken um 30-40 %. Von Juni bis November läuft die Hurrikansaison mit Höhepunkt im September-Oktober: Das bedeutet keinen sicheren Sturm, eher nachmittägliche Regengüsse — eine Reiserücktrittsversicherung ist vernünftig. Zwischen April und August kann die Braunalge Sargassum auftauchen, die einige Strände verschmutzt: Webcams und lokale Berichte helfen, den richtigen Abschnitt zu wählen. Das Wasser bleibt ganzjährig bei 26-29 °C.
Playa Delfines — der spektakulärste öffentliche Strand, mit Aussichtspunkt und den bunten Cancún-Lettern; keine Hotels im Rücken, lebhafte Wellen, kostenlose Parkplätze. Museo Maya de Cancún — in der Zona Hotelera, etwa 100 Pesos: Funde aus der ganzen Halbinsel und, im Ticket enthalten, die Ruinen von San Miguelito im Grünen. El Rey — Maya-Ruinen bei km 18 des Boulevard Kukulcán, etwa 65 Pesos, überall Leguane. MUSA — Unterwassermuseum mit Hunderten versenkter Skulpturen zwischen Cancún und Isla Mujeres, per Schnorchel oder Tauchgang zu besichtigen, Touren ab etwa 900 Pesos. Nichupté-Lagune — Mangroven, Bootstouren und Sonnenuntergänge auf der meerabgewandten Seite. Isla Mujeres — Ultramar-Fähre ab Puerto Juárez in 15-20 Minuten: Playa Norte zählt zu den schönsten Stränden der Karibik. Chichén Itzá — die Kukulcán-Pyramide, UNESCO-Welterbe, rund 200 km entfernt; Eintritt um 650 Pesos. Tulum — die einzige befestigte Maya-Stadt direkt am Meer, 130 km südlich.
1 Tag: morgens Playa Delfines und die Ruinen von El Rey, Mittagessen im Zentrum an den Palapas, nachmittags Museo Maya und Sonnenuntergang über der Nichupté-Lagune, abends Avenida Yaxchilán. 2-3 Tage: Ergänzen Sie einen ganzen Tag auf Isla Mujeres (Playa Norte, die Südspitze mit dem kleinen Ixchel-Tempel, Golfcart) und einen zwischen Schnorcheln am MUSA und den Cenoten der Ruta de los Cenotes bei Puerto Morelos. Ab 5 Tagen: Ausflug nach Chichén Itzá mit Halt in Valladolid und Bad in einer Cenote; ein Tag in Tulum (Ruinen am Meer plus Strand); eventuell Holbox für die Flamingos oder, von Juni bis September, Schnorcheln mit Walhaien. Wechseln Sie Ausflugs- und Strandtage ab: Die Hitze fordert ihren Tribut.
Gegessen wird yukatekisch und mexikanisch von der Küste. Cochinita pibil, in Achiote mariniertes, lange geschmortes Schweinefleisch, serviert in Tacos oder Tortas; Sopa de lima, Brühe aus Truthahn und Limette; Panuchos und Salbutes, frittierte Tortillas mit Huhn und roten Zwiebeln; Tikin xic, Achiote-Fisch im Bananenblatt gegrillt; blitzfrische Ceviche und Aguachile; abends Tacos al pastor. Süßes von der Straße: die Marquesita, eine knusprige Crêpe mit Kugelkäse und Nutella. In der Zona Hotelera herrschen Miami-Preise (600-1.000 Pesos fürs Abendessen); im Zentrum isst man für 150-300 Pesos am Parque de las Palapas, im Mercado 28 oder in den Taquerías der Avenida Yaxchilán. Leichte lokale Biere (Sol, Dos Equis), Micheladas, Mezcal und Margaritas überall. Vorsicht mit der Schärfe: Die separat gereichten Habanero-Salsas kennen keine Gnade.
Zona Hotelera: die sandige 7 entlang des Boulevard Kukulcán — Resorts am Strand, Einkaufszentren, Nachtleben um km 9-10 (Coco Bongo und Nachbarn); bequem, aber teuer und künstlich. El Centro: die echte Stadt rund um die Avenida Tulum, mit dem Parque de las Palapas, den Märkten und den günstigen Hotels; von hier bringt Sie der Bus R1 in 20-40 Minuten an den Strand. Puerto Juárez / Punta Sam: die Fähranleger nach Isla Mujeres. Puerto Cancún: Marina und neueres Einkaufszentrum zwischen Zentrum und Hotelzone. Playa Mujeres im Norden: neue Resorts und Strände ohne Sargassum. Für Dorfatmosphäre: Puerto Morelos, 35 km südlich, mit seinem geschützten Korallenriff.
Februar: Carnaval de Cancún, Wagen und Musik zwischen Zentrum und Playa Delfines. Frühlings-Tagundnachtgleiche (um den 21. März): In Chichén Itzá gleitet die Schlange aus Licht und Schatten die Treppe der Kukulcán-Pyramide hinab — riesige Menschenmengen, aber ein einmaliges Erlebnis; im September wiederholt es sich. März: Spring Break, die Zona Hotelera füllt sich mit nordamerikanischen Studenten — gut zu wissen, im Guten wie im Schlechten. Juni-September: Walhai-Saison vor Isla Mujeres und Holbox. 15.-16. September: Unabhängigkeitsfeiern mit dem Grito, Feuerwerk und Straßenfesten im Zentrum. 1.-2. November: Día de Muertos, Altäre und Feiern; in Xcaret das Festival de Tradiciones de Vida y Muerte. November: Riviera Maya Jazz Festival in Playa del Carmen, kostenlos, am Strand.
Der internationale Flughafen Cancún (CUN), 16 km südwestlich des Zentrums, ist der zweitgrößte Mexikos, mit vier Terminals. Aus Italien fliegt Neos nonstop ab Mailand Malpensa (saisonal, rund 11 Stunden); alles andere geht mit Umstieg: Iberia und Air Europa über Madrid, Air France über Paris, Lufthansa/Discover über Frankfurt, KLM über Amsterdam oder US-Airlines über Atlanta, Dallas und New York (ESTA auch für den reinen Transit nötig). Typische Reisezeit mit Umstieg: 14-17 Stunden ab Mailand oder Rom. Richtpreise hin und zurück: 600-850 € in der Nebensaison, 900-1.400 € zwischen Dezember und Ostern. Charter und Flug+Resort-Pakete können günstiger sein als der Linienflug allein.
In der Stadt genügen die Busse R1 und R2: Sie fahren den ganzen Boulevard Kukulcán entlang bis ins Zentrum, kommen zu jeder Stunde alle paar Minuten und kosten etwa 15 Pesos pro Fahrt (beim Fahrer zahlen, am besten mit Münzen). Vom Flughafen: ADO-Bus ins Zentrum (Avenida Tulum) in rund 30 Minuten für 130-150 Pesos; in die Zona Hotelera braucht es einen Sammeltransfer (etwa 350-500 Pesos) oder ein lizenziertes Taxi mit festem Zonentarif (600-900 Pesos). Uber funktioniert, hat aber eine Geschichte von Konflikten mit den Taxifahrern: von Fall zu Fall abwägen. Nach Playa del Carmen und Tulum fahren häufige ADO-Busse (100-250 Pesos) oder günstige Colectivos. Ultramar-Fähre nach Isla Mujeres ab Puerto Juárez, etwa 300 Pesos hin und zurück. Ein Mietwagen lohnt sich nur für Cenoten und Maya-Stätten.
Flug hin und zurück ab Italien 600-850 € in der Nebensaison, 900-1.400 € in der Hochsaison. Schlafen: Hostels im Zentrum 300-500 Pesos pro Bett; 3-Sterne-Hotels im Zentrum 800-1.500 Pesos; 4-Sterne-Resorts in der Zona Hotelera ab 2.500-4.500 Pesos pro Zimmer; All-inclusive der Spitzenklasse über 6.000-8.000 Pesos pro Nacht für zwei. Essen: Straßentacos 20-40 Pesos das Stück, Essen in einer Fonda 120-250 Pesos, Touristendinner in der Zona Hotelera 600-1.000 Pesos, Cocktails 150-250 Pesos. Verkehr: Stadtbusse 15 Pesos, eine Woche R1 für unter 200 Pesos. Ausflüge: Chichén Itzá als Tour 1.200-1.800 Pesos, Isla Mujeres auf eigene Faust 400-600 Pesos, die Parks Xcaret/Xel-Há 2.000-3.000 Pesos. Eine Woche zu zweit, ohne Flüge: 25.000-40.000 Pesos (1.300-2.100 €) mit Basis im Zentrum plus Ausflügen — deutlich mehr im All-inclusive.
Währung: der mexikanische Peso (MXN); US-Dollar werden überall akzeptiert, aber zu schlechten Kursen — zahlen Sie in Pesos und heben Sie an Bankautomaten ab (BBVA, Banorte), die dynamische Währungsumrechnung lehnen Sie ab. Landessprache Spanisch, Englisch in den Touristenzonen allgegenwärtig. Steckdosen Typ A/B mit 127 V: Adapter mitnehmen. Leitungswasser nicht trinkbar: nur Flaschen- oder gefiltertes Wasser; das Eis in Bars und Restaurants ist unbedenklich. Trinkgeld wird erwartet: 10-15 % im Restaurant (prüfen Sie, ob es nicht schon als Propina auf der Rechnung steht), 20-50 Pesos für Gepäckträger und Strandkellner. Sicherheit: Die Touristenzonen sind gut bewacht; nachts im Zentrum gesunden Menschenverstand walten lassen und niemals Drogen kaufen. SIM: Prepaid-Karte von Telcel mit Datenvolumen ab etwa 200 Pesos; EU-Roaming gilt nicht in Mexiko. EU-Bürger: kein Visum bis 180 Tage, gültiger Reisepass und Einreiseformular genügen.
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