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Flüge und Hotels nach Bari

Bari ist das Herz Apuliens. Die Altstadt mit ihren Frauen, die Orecchiette auf den Straßen machen, die schönste Strandpromenade Italiens und die Basilika San Nicola machen sie zu einem perfekten Ausgangspunkt, um Trulli, kristallklares Meer und Masserie zu erkunden.

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Bari

Baris Altstadt ist ein Labyrinth aus Gassen, in denen sich das Leben im Freien abspielt: Entlang des Arco Basso rollen Frauen Orecchiette auf Tischen vor ihren Haustüren aus, Kinder spielen zwischen aufgehängter Wäsche, und vom alten Hafen zieht der Duft von frittiertem Fisch herüber. Wenige Meter weiter ändert sich alles: Das Murat-Viertel aus dem 19. Jahrhundert reiht Geschäfte, Cafés und Jugendstilhäuser an einem Raster schnurgerader Straßen auf. Zwei Städte in einer, getrennt durch den Corso Vittorio Emanuele II, dazu eine monumentale Uferpromenade, die kilometerlang zwischen Bauten der 1930er-Jahre und offenem Meer verläuft. Die Lage erledigt den Rest: Polignano a Mare, Alberobello, Matera und der Salento sind in weniger als 2 Stunden erreichbar — das macht Bari zur bequemsten Basis, um Apulien zu erkunden.

📜 Geschichte im Überblick

Bari entstand als Siedlung der Peuketier und wurde später römische Stadt (Barium), Station an der Via Traiana. Der entscheidende Moment kam im Mittelalter: Nach einem kurzlebigen sarazenischen Emirat (847-871) wurde die Stadt Hauptstadt des byzantinischen Katepanats, also des von Konstantinopel regierten Süditaliens. 1071 eroberten sie die Normannen unter Robert Guiskard, und 1087 entführten zweiundsechzig Seeleute aus Bari die Reliquien des heiligen Nikolaus aus Myra in Kleinasien: Um sie zu beherbergen, entstand die Basilika, ein Meisterwerk der apulischen Romanik und seither auch für die orthodoxe Welt ein Wallfahrtsziel. Friedrich II. von Hohenstaufen baute 1233 das Kastell wieder auf. Im 16. Jahrhundert blühte das Herzogtum Bari unter Isabella von Aragón und Bona Sforza, der späteren Königin von Polen. 1813 gründete Joachim Murat die neue Rasterstadt, die noch heute seinen Namen trägt. Das 20. Jahrhundert brachte die Messe Fiera del Levante (1930) und die Tragödie vom 2. Dezember 1943, als ein deutscher Luftangriff auf den Hafen — das «kleine Pearl Harbor» — 17 alliierte Schiffe versenkte. Heute ist Bari die Hauptstadt Apuliens und Sitz einer der größten Universitäten Süditaliens.

📅 Beste Reisezeit

April bis Juni und September bis Oktober sind die besten Reisezeiten: 18-26°C, badetaugliches Meer von Ende Mai bis Anfang Oktober, eine Stadt, die sich zu jeder Stunde gut zu Fuß erleben lässt. Juli und August sind heiß (30-34°C) und schwül, doch das Meer entschädigt: Um Mitte August leert sich die Stadt, die Einheimischen ziehen an die Strände weiter südlich. Der Winter ist mild (tagsüber 10-14°C) und fällt fast nie unter null: Der Dezember hat den Reiz der Lichterketten und des Nikolausfestes am 6., mit der Altstadt in Weihnachtsstimmung. Wer Bari auf dem Höhepunkt erleben will, zielt auf die ersten Maitage, wenn das Patronatsfest mit historischem Umzug und Prozession auf dem Meer die Straßen füllt — die Unterkunft sollten Sie lange im Voraus buchen.

Warum besuchen Bari

Basilika San Nicola die Altstadt und die Orecchiette-Gasse Kathedrale San Sabino Castello Svevo Lungomare Nazario Sauro Teatro Petruzzelli Teatro Margherita Piazza Mercantile und Piazza del Ferrarese Stadtstrand Pane e Pomodoro Polignano a Mare Alberobello Matera Castel del Monte

Basilika San Nicola — apulische Romanik (1087-1197), Eintritt frei; in der Krypta die Reliquien des Heiligen, die auch orthodoxe Pilger verehren. Kathedrale San Sabino — romanisch, 12.-13. Jahrhundert, mit archäologischer Krypta; am 21. Juni fällt die untergehende Sonne genau durch die Fensterrose. Castello Svevo — normannische Festung, 1233 von Friedrich II. wieder aufgebaut, Graben und Bastionen, Eintritt rund 10 €. Orecchiette-Gasse (Arco Basso) — die Pastamacherinnen arbeiten vor ihren Haustüren, ein tägliches und kostenloses Schauspiel. Teatro Petruzzelli — viertgrößtes Theater Italiens (1903), 1991 durch einen Brand zerstört und 2009 wiedereröffnet; Führungen zusätzlich zur Opernsaison. Teatro Margherita — Jugendstilbau auf Pfählen über dem Wasser, heute Ausstellungsraum. Piazza Mercantile und Piazza del Ferrarese — die abendlichen Wohnzimmer der Altstadt, mit der Säule der Justiz, an der einst Schuldner zur Schau gestellt wurden. Lungomare Nazario Sauro — monumental, eine der längsten Uferpromenaden Italiens, am schönsten bei Sonnenaufgang.

Empfohlene Routen

1 Tag: vormittags Basilika San Nicola, Kathedrale und Orecchiette-Gasse; mittags Focaccia oder Panzerotto; nachmittags Castello Svevo und Spaziergang auf der Uferpromenade; abends zwischen Piazza Mercantile und Ferrarese. 2-3 Tage: Dazu kommen Teatro Petruzzelli und Teatro Margherita, rohe Meeresfrüchte am Molo San Nicola, ein Bad am Pane e Pomodoro und ein halber Tag in Polignano a Mare (30 Minuten mit dem Zug), eventuell mit Abstecher nach Monopoli. 5+ Tage: Bari wird zur Basis für Apulien — Alberobello und das Itria-Tal (Locorotondo, Martina Franca) mit den Ferrovie del Sud Est oder dem Auto, Matera mit den Ferrovie Appulo Lucane, Castel del Monte und Trani im Norden, die Grotten von Castellana und Ostuni auf dem Weg nach Süden.

🍽️ Lokale Küche

Bodenständige, direkte Küche. Orecchiette mit Cime di Rapa (Stängelkohl) sind das Wahrzeichengericht, gefolgt von Reis, Kartoffeln und Miesmuscheln (der im Ofen überbackenen Tiella) und den Spaghetti all'assassina, die in der Eisenpfanne scharf angeröstet werden. Streetfood an jeder Ecke: frittierter Panzerotto (2-3 €), Focaccia barese mit Kirschtomaten und Oliven (1,50-2 € das Stück, Klassiker ist das historische Panificio Fiore nahe der Kathedrale), Sgagliozze (frittierte Polenta) und Popizze. Am Molo San Nicola verkaufen die Fischer rohe Meeresfrüchte: Seeigel, gekräuselten Oktopus, frisch geöffnete Muscheln. Aus dem nahen Andria kommt die Burrata, am besten ganz frisch. Weine: Primitivo, Negroamaro, Castel del Monte DOC. Süßes: Cartellate mit Vincotto zur Weihnachtszeit, blättrige Sporcamuss. Mittagessen in der Trattoria 15-25 €, Fischessen am Abend 35-55 €: Das Niveau ist hoch, die Preise gehören zu den fairsten Italiens.

Viertel zum Entdecken

Bari Vecchia: die Altstadt auf der Halbinsel zwischen den beiden Häfen — Kirchen, Werkstätten und Straßenleben; abends füllt sie sich zwischen Piazza Mercantile und Piazza del Ferrarese. Murat-Viertel: die Rasterstadt des 19. Jahrhunderts, Einkaufen in der Via Sparano und Via Argiro, die praktischste Wahl zum Übernachten. Madonnella und Lungomare Nazario Sauro: Jugendstilhäuser, die Meerespromenade und der Stadtstrand Pane e Pomodoro. Umbertino: elegante Straßen rund um Universität und Bahnhof. Santo Spirito und San Girolamo: Fischerorte und eine aufgewertete Uferzone im Norden. Außerhalb der Stadt: Polignano a Mare (30 Minuten) für die Klippen, Alberobello (1 Stunde) für die Trulli.

🎭 Veranstaltungen und Festivals

7.-9. Mai: Fest des heiligen Nikolaus — historischer Kostümumzug, die Statue des Heiligen wird in einer Prozession aufs Meer getragen, Lichterschmuck und Feuerwerk: das Ereignis des Jahres. 6. Dezember: Winter-Nikolaus mit Morgenriten in der Basilika und einer Stadt, die schon in Weihnachtsstimmung ist. März-April: BIF&ST, das Bari International Film Festival, Vorführungen und Gäste zwischen Petruzzelli und Teatro Margherita. Karwoche: feierliche Prozessionen durch die Gassen von Bari Vecchia. September: Fiera del Levante (seit 1930), die historische Handelsmesse des Mittelmeerraums. August: Bari Piano Festival, Konzerte bei Sonnenauf- und -untergang an symbolträchtigen Orten. Januar-Februar: 40 km entfernt der Karneval von Putignano, einer der ältesten Europas, mit seinem Umzug allegorischer Wagen.

Anreise

Der Flughafen Bari Karol Wojtyła (BRI) liegt rund 10 km nordwestlich des Zentrums bei Palese. Er ist Basis von Ryanair und Wizz Air, dazu easyJet, ITA Airways, Volotea und europäische Netzcarrier (Lufthansa, Air France). Aus Italien: Mailand (Linate, Malpensa, Bergamo) 1h20-1h30 25-120 €, Rom Fiumicino 1h 35-110 €, Direktflüge auch aus Turin, Venedig, Bologna, Verona und Pisa. Aus Europa: London rund 3h, Paris 2h30, München 1h40. Die Alternative auf der Schiene: Frecciarossa und Frecciargento ab Rom in etwa 4h (30-70 €) und ab Mailand in 6h30-7h30 (50-100 €), dazu die Nachtzüge Intercity Notte. Für den tiefen Salento kann sich die Landung in Brindisi (BDS) lohnen, 110 km südöstlich.

🚇 Fortbewegung in der Stadt

Das Zentrum erkunden Sie zu Fuß: Bari Vecchia ist Fußgängerzone, das Murat-Viertel flach und kompakt. Die Stadtbusse von AMTAB kosten 1 € pro Fahrt (90 Minuten gültig; 1,50 € beim Fahrer). Vom Flughafen: Zug der Ferrotramviaria nach Bari Centrale in rund 20 Minuten (etwa 5 €), Shuttle Autobus Tempesta in 30 Minuten (~4 €), Stadtbus AMTAB 16 (~1 €, 40-45 Minuten), Taxi zum Festpreis um die 25 €. Für Ausflüge: Trenitalia entlang der Küste (Polignano 2,50-3 € in 30 Minuten, Monopoli 40 Minuten), Ferrovie del Sud Est nach Alberobello (etwa 1h40, ~5 €) und Ferrovie Appulo Lucane nach Matera (etwa 1h30, ~6 €) — Achtung: FSE und FAL fahren sonntags nur eingeschränkt oder gar nicht. Ein Auto brauchen Sie nur für das Itria-Tal und die Masserien; im Zentrum gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), Parkplätze sind knapp.

Budget und Preise

Hin- und Rückflug aus Italien 25-120 €, aus Europa 40-180 € in der Nebensaison. Übernachten: B&Bs und Apartments in Bari Vecchia 50-90 € pro Nacht, 3-Sterne-Häuser im Murat-Viertel 70-130 € in der Neben- und 110-190 € in der Hochsaison, 4 Sterne 120-220 €; Kurtaxe 1-4 € pro Nacht. Essen: Panzerotto 2-3 €, Focaccia 1,50-2 € das Stück, Mittagessen in der Trattoria 15-25 €, Fischessen 35-55 €, Espresso an der Theke 1-1,20 €. Sehenswürdigkeiten: Die Basilika ist gratis, das Castello Svevo kostet rund 10 €; das Museumsbudget für 2-3 Tage liegt bei 15-30 € pro Person — ein Bruchteil dessen, was die Kunststädte des Nordens verlangen. Verkehr: Bus 1 €, Züge für Ausflüge 2,50-6 € pro Strecke. Wochenende zu zweit (ohne Flüge): 250-400 € in der Neben-, 400-650 € in der Hochsaison.

📋 Praktische Infos

Währung: Euro. Sprache: Italienisch, dazu der allgegenwärtige Dialekt von Bari; in Hotels und touristischen Lokalen ist Englisch verbreitet. Steckdosen Typ F/L, 230 V. Leitungswasser trinkbar (Acquedotto Pugliese). Trinkgeld ist nicht Pflicht: Das Gedeck von 1,50-3 € steht bereits auf der Rechnung; runden Sie auf, wenn der Service gut war. Sicherheit: Bari Vecchia ist bewohnt und bis spät belebt; es gelten die üblichen Großstadtregeln — Taschendiebe sind am Bahnhof und in vollen Bussen möglich, menschenleere Straßen meiden Sie spätnachts besser. SIM und Roaming: EU-Bürger zahlen keine Roaming-Aufschläge; Touristen-eSIMs für alle anderen. Kein Visum für EU-Bürger, der Personalausweis genügt. Bustickets gibt es im Tabakladen oder über die AMTAB-App.

💡 Praktische Tipps

🛫 Beliebte Routen

Berlin › Bari München › Bari Frankfurt › Bari Hamburg › Bari

Häufig gestellte Fragen

Die Stadt selbst lässt sich an einem vollen Tag gut erleben, in zwei Tagen ganz entspannt. Sinnvoll ist aber ein Aufenthalt von 4-5 Nächten mit Bari als Basis: Polignano, Monopoli, Alberobello und Matera sind Tagesausflüge, die mit dem Zug machbar sind — abends kehren Sie zum Essen in die Altstadt zurück.
Der Zug der Ferrotramviaria verbindet den Flughafen in rund 20 Minuten für etwa 5 € mit Bari Centrale, mit dichter Taktung. Alternativen: der Tempesta-Shuttle (30 Minuten, ~4 €), der Stadtbus 16 (langsamer, aber ~1 €) oder ein Taxi zum Festpreis um die 25 €. Nachts wird das Angebot dünn — prüfen Sie die letzten Abfahrten.
Später Frühling und früher Herbst bieten ideales Wetter und badewarmes Meer ohne die Menschenmassen des August. Wer die Seele der Stadt sucht, kommt zu den Tagen des Patronatsfests im Mai; wer vor allem Strand will, findet von Juni bis September warmes Wasser. Der Winter bringt milde Temperaturen und Tiefstpreise.
Bari gehört zu den günstigsten Regionalhauptstädten Italiens: Mit 70-100 € pro Person und Tag schlafen Sie im B&B, essen sehr gut und fahren mit dem Zug. Streetfood drückt die Rechnung weiter: Mit Focaccia und Panzerotto kostet das Mittagessen weniger als 5 €.
In Bari Vecchia für Atmosphäre und Abende — mit Gassen, die bis spät belebt sind; im Murat-Viertel für Komfort, Einkaufsstraßen und Bahnhofsnähe, die beste Wahl bei geplanten Tagesausflügen. Die Gegend an der Promenade, in Madonnella, verbindet Ruhe, Meer und Jugendstilhäuser zu vernünftigen Preisen.
Ja: Die einst gemiedene Altstadt wurde zurückgewonnen und ist heute das touristische Herz der Stadt, bis in die Nacht belebt. Es gelten die üblichen Vorsichtsregeln: Achten Sie auf Taschendiebe am Bahnhof und in vollen Bussen, lassen Sie nichts sichtbar im Auto und meiden Sie schlecht beleuchtete Straßen sehr spät.
Probieren Sie neben den Orecchiette die Spaghetti all'assassina, die angeröstet direkt in der Eisenpfanne serviert werden, und die Tiella aus Reis, Kartoffeln und Muscheln. Zum Frühstück ofenfrische Focaccia, als Snack Sgagliozze von der Straße. Liebhaber roher Meeresfrüchte finden am Molo Seeigel und Oktopus zu Fischerpreisen.
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